Papier

Basis des Drucks ist das Papier, das in Rollen in die Druckmaschine eingespannt wird. Eine Rolle wiegt 3,1 Tonnen, ist 2,10 Meter breit, hat einen Durchmesser von 1,50 Meter und das Papier wäre abgewickelt etwa 30 Kilometer lang. Beim Transport der Rollen aus dem Papierlager zur Maschine sowie beim Einspannen sind führerlose Fahrzeuge im Einsatz. Diese fahren zwischen Papierlager und dem Tageslager bzw. direkt in einen der acht Rollenträger der Druckmaschine  – geführt über Magnete im Boden.

Im Papierlager können vier Rollen übereinander gestapelt werden, insgesamt reicht die Kapazität für bis zu tausend Tonnen. Der jährliche Papierverbrauch beträgt über 25.000 Tonnen, dies entspricht in etwa vier LKW pro Tag.

Verwendet wird für die Zeitungsproduktion normales Recyclingpapier mit einem Gewicht von 42 – 60 Gramm pro Quadratmeter, gewöhnliches Schreibpapier zu Hause bringt 80 Gramm auf die Waage. Damit das Papier während des Drucks nicht reißt, muss es eine gewisse Feuchtigkeit haben. Daher tritt permanent aus einer Befeuchtungsanlage Wasserdampf aus, um die Luft und damit das Papier zu befeuchten.

 

CtP (Computer to Plate)

Voraussetzung für den Offset-Druckprozess ist die Herstellung von Druckplatten aus beschichtetem Aluminium, auf denen die fertig layouteten Seiten positiv und seitenrichtig belichtet werden. Die Zeitungsseiten werden als Datensatz von den Redaktionen digital zu VRM Druck übermittelt.

Hergestellt werden die Platten mit drei Computer-to-Plate Anlagen Dotline VMAX. Die belichteten Platten werden mittels Haase-Maschinen entwickelt, durch einen Nela-Automaten gestanzt und abgekantet, um sie in die Druckmaschine einspannen zu können und anschließend sortiert.

Für den modernen Vierfarbdruck ist das CMYK-Farbmodell die Grundlage. Die Abkürzung steht für die Farben Cyan, Magenta und Yellow und den Schwarzanteil Key. Aus ihnen lassen sich fast alle Farbnuancen drucken. Für eine farbige Zeitungsseite benötigt man daher insgesamt vier Druckplatten.

Druck

Die Papierbahn, die in der untersten Etage des rund 16 Meter hohen Druckturms eingespannt wird, durchläuft für den Druck mehrere Etappen. Bis zu 45.000 Zylinderumdrehungen pro Stunde schafft jede der vier Maschinen Wifag evolution 473/6 pro Stunde. Die Papierbahn wird so geführt, dass sie nicht nur an den vier verschiedenfarbigen Druckplatten vorbei läuft, sondern nacheinander von innen und außen bedruckt wird.

Es sind diverse Zusatzaggregate im Einsatz, die Zeitungssonderwünsche ermöglichen, die Commcard-Kartenklebung, die Super-Panorama Längsleimung, und eine Längsperforation.

Die Druckfarben werden in Tanks vorgehalten und von dort in die Farbkästen gepumpt. Aus diesen wird die Farbe mit einer Walze abgenommen, durch weitere Walzen gleichmäßig verrieben und auf die Druckplatte aufgetragen. Von dort wird die Farbe auf ein Gummituch und durch dieses dann auf das Papier übertragen. Pro Tag werden rund 1.500 Kilogramm Farbe auf 100 Tonnen Papier gedruckt.

Da eine Papierbahn so breit ist, dass sechs Zeitungsseiten nebeneinander Platz finden, müssen die Bahnen, wenn sie fertig bedruckt sind, geschnitten, gewendet und gefalzt werden. Dies geschieht vollautomatisch ohne Personaleinsatz.

Zahlen und Fakten

1,30
Meter dick ist die Bodenplatte unter den Druck-maschinen

2,10
Meter breit ist eine Papierrolle

3,1
Tonnen wiegt eine Papierrolle

16
Meter hoch ist jeder der 8 Drucktürme

96
Seiten Umfang [rheinisches Format]
sind im Vierfarbdruck möglich

1.000
Druckplatten pro Stunde können die
CtP-Anlagen herstellen

3.000
Druckplatten werden pro Tag verbraucht


4
Rotationsmaschinen
WIFAG evolution 473/6 sind im Einsatz

87
LKW haben die Rota-Maschinen angeliefert

100
Tonnen Papier werden pro Tag verbraucht

1.200
Tonnen wiegen die 4 Rotationsmaschinen

1.200
Kilogramm Farbe werden pro Tag verbraucht

180.000
Zeitungen können pro Stunde gedruckt werden

330.000
Tageszeitungen pro Nacht